Rebfläche mit natürlicher Artenvielfalt

Wir bewirtschaften unsere Reben nach den Vorlagen für Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt. Dabei wird zwischen der Qualitätsstufe 1 und 2 unterschieden. Die Qualitätsstufe 2 setzt eine bestimmte floristische Artenvielfalt und eine Strukturvielfalt auf, welche die Biodiversitäti fördert. Der grösste Teil unserer Rebfläche weist die Qualitätsstufe 2 auf.

Folgende Generelle Auflagen müssen erfüllt werden:

  • Düngung nur im Unterstockbereich
  • alternierender Schnitt der Grünstreifen (Wartezeit von 6 Wochen)
  • Gegen Insekten, Milben und Pilzkrankheiten dürfen nur Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden die schonend für Raubmilben, Bienen und Parasitoide sind.
  • auf angrenzenden Grünflächen (Wendeflächen etc.) dürfen keine Pflanzenschutzmittel oder Dünger ausgebracht werden.

Konkret setzten wir diese Auflagen folgendermassen um:

  • Bekämpfung des Traubenwickler mit der Verwirrungstechnik (kein Einsatz von Insektiziden)
  • Bekämpfung der gefürchteten KEF (Kirschessigfliege) nur vorbeugend durch den Einsatz von Kaolin (biologisches Tonerdeprodukt).
  • Einsatz von nützlingschonenden Pflanzenschutzmittel
  • Längerfristig: Anbau von neuen Rebsorten, die weniger anfällig auf Rebkrankheiten sind (Piwi-Sorten)

Damit die Biodiversitität im Rebberg gefördert werden kann haben wir folgende Strukturen erhalten oder angelegt:

  • Hochstammbäume angrenzend an die Rebfläche
  • Asthaufen
  • Steinhaufen
  • Holzbeigen
  • Ansaat von speziellen Rebbergmischungen mit ökologisch wertvollen Blütenpflanzen
  • Wildbienenhotel im Rebberg